ariadnes pfad - environment
promises - fotografie
rituals - videoperformances (stills)
ausstellung
text zu den arbeiten
Es handelt sich hierbei um meine Master-Thesis an der Kunsthochschule Kassel im Jahr 2015 bei
Dr. Bernhard Prinz in der Klasse für Experimentelle Fotografie.
Wie der Titel verrät, dreht sich die Arbeit um unser durch die Dinge, mit denen wir uns umgeben, bedingtes und vermitteltes Verhältnis zum Draußensein.
In einer Welt, in der jede Aktivität markförmig von gewinnorientierten Kapitalen durch Waren- und Dienstleistungsangebote überform ist, stellt sich der Kontakt des Einzelnen zu den natürlichen Bedingungen seiner Lebenswelt als Ringen um Wegkommen von der Obhut und den Sicherheitsversprechen der Marketingabteilungen dar - während wir Natur und uns in ihr doch nurmehr mittels der Tools, ihrer prosthetischen Leistungen und inhärenten Schranken erfahren.
Dieses Ringen, diese tätige Auseinandersetzung und Suche nach einem idealen Ort der Entfaltung eigener Kräfte im Unberührten nicht nur visuell zu erschließen sondern in einem umfassenderen Sinne ästhetisch greifbar zu machen, war Anliegen dieser Arbeit.
Weitere Bestandteile der Arbeit, die hier nicht gezeigt werden, waren ein Environment in einem Waldstück bei MArburg, dessen an Geocaching-Praktiken angelehnte Konzeption ein umfassendes immersives Erlebnis bot.
Darüber hinaus wurden in den Ausstellungsräumen im Keller des Universitätsgebäudes Projektionen gezeigt, in denen im Sinne von Videoperformances verschiedene Überlebenstechniken und elementare Auseinandersetzungen zwischen menschlichem Körper und Naturelementen einen weiteren Erfahrungsraum für die Besucher ästhetisch aufspannten.